Paris, alles andere als gewöhnlich.

Lieblingsorte in Paris

Wenn es eine Stadt versteht, aus allem etwas Besonderes zu machen, dann ist das Paris. Bei einem Spaziergang durch Saint-Germain zeigt sich diese Passion an jeder Ecke. Essen, Trinken, Mode, alles wird ständig verfeinert, alles noch raffinierter gemacht.

Lieblingsorte in Paris. Spaziergang durch Saint-Germain

Nimm die Metro und steige an der Station Rue du Bac aus. Von hier gehst du den Boulevard du Raspaille ein Stück Richtung Süden bis zur Ecke Rue du Grenelle, wo sich der hübsche Käseladen Barthélémy befindet. Schon der Geruch von außen lässt ahnen, was dich drinnen erwartet. Kräftiger Käse von Kuh, Schaf und Ziege in allen Farben und Formen. Das Angebot ist Meilen entfernt von dem immer gleichen Käse in Deutschlands Supermärkten und ich stelle beschämend fest, wie wenig ich über Käse weiß.

Der Laden wird von den Besitzern bereits in der dritten Generation geführt. Liebhaber verschicken den Käse in alle Welt und versuchen sogar, das eine oder andere Stück doppelt verpackt nach China zu schmuggeln, in der Hoffnung dass die Spürhunde ihn nicht aus dem Gepäck fischen. Allein um sich hier durchzukosten braucht man einige Tage und viel Baguette und Wein.

Bäckerei war gestern, willkommen in der Brot-Boutique.

Beim Stichwort Baguette zieht es mich zur Rue du Bac in die Brot-Boutique. Understatement ist alles, der Laden nennt sich schlicht  „Des Gateaus et du Pain“, also Kuchen und Brot. Präsentiert wird die Ware jedoch in stylishen Regalen und verspiegelten Säulen. Alles sieht unglaublich frisch und lecker aus, ich würde am liebsten überall reinbeißen. Wer ein Brot für seinen Käse sucht, hier wird er garantiert fündig und den Kuchen zum Nachtisch gibt es auch.

Solltest du wider Erwarten doch nicht das richtige finden, kein Problem, nur ein paar Meter weiter in der „Pâtisserie des Rêve“gibt es die angeblich besten Brioche der Stadt. Ich konnte nicht widerstehen und habe sie probiert. Wie der Name schon sagt, ein Traum!

Ein bisschen Übertreibung darf schon sein.

Paris ist gnadenlos elegant. Das fängt bei der Mode an und hört bei der Schokolade auf. In Saint-Germain gibt es gleich mehrere Schokoladengeschäfte, oder besser gesagt Chocolatier, deren Kreationen mehr an Juwelen erinnern, denn an Schokolade. Die rechteckigen Schokostückchen und Pralinen, gerne nach Farben sortiert und mit kunstvollen Oberflächen verziert, sind zum Essen fast zu schade. Das solltest du aber. Auch wenn manche Kunstwerke sündhaft teuer sind, es lohnt sich. Schön verpackt in feinen Schatullen sind das außerdem die perfekten Souvenirs. Fündig wirst du gleich auf der anderen Straßenseite bei Angelina und in der Maison du Chocolat in der der Rue du Sèvres, meinem nächsten Ziel.

Alles hat Stil.

In Saint-Germain gibt es viele hübsche Cafés, eins davon ist das „The Cottage“ in der Rue de Commaille, ein stilvoller Salon du Thé, typisch englisch. Ganz in der Nähe lockt das Café „Le Babylone“ in der gleichnamigen Straße mit einladenden Tischen und Stühlen in der Sonne.


Warum ich in die Rue de Sèvres möchte? Dort hat der zweite Flagshipstore von Hèrmes in einem alten Hallenbad eröffnet. Ein Besuch lohnt sich, auch wenn du nichts kaufen möchtest. Das Interieur Design ist großartig und es gibt ein schönes Café, von dem aus du alles im Blick hast.

Die Rue de Sèvres ist eine wichtige Achse in Saint-Germain. Freunde des Balletts und der Ballerinaschuhe finden bei Repetto die berühmten, handgefertigten Ballettschuhe und

schräg gegenüber, in der Bar de la Croix Rouge trinken die Locals ihren Café oder den Petit rouge.

Die Rue de Sèvres geht über in die Rue du Four und ich biege ab in die Rue de Rennes, die direkt auf den Boulevard Saint-Germain führt. Diese Prachtstraße hat dem Quartier den Namen gegeben und ich stehe vor dem wohl berühmtesten Café, das Les Deux Margots, gleich daneben das Café de Flore. Beides Orte, die viele Augen leuchten lassen, schließlich waren das die Stammcafés von Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre, die intellektuellen Ikonen der wilden 60er Jahren in Paris. Nach einem Vormittag in Saint-Germain zieht es mich zurück ins Hotel.

Ein ganz besonderes Hotel, das The Peninsula Paris.

Paris wäre nicht Paris, wenn es nicht auch ein ganz besonderes Hotel gäbe. Das The Peninsula Paris in der Avenue Klèber, nur einen Steinwurf vom Arc de Triomphe entfernt lässt schon am Eingang erahnen, was sich hinter der imposanten Fassade verbirgt: LUXUS PUR.

Bereits 1908 eröffnete in diesem Stadtpalais das Hotel Majestic, musste aber im Lauf der Geschichte schließen. Danach wurde das Gebäude für verschieden Zwecke genutzt. Decken wurden eingezogen, der Stuck verschwand hinter Wänden und die Pracht geriet in Vergessenheit. Am Ende stand das Gebäude sogar leer. Was für ein Glück, dass es wieder zum Leben erweckt wurde. Die Renovierung und Modernisierung dauerten insgesamt 6 Jahre, herausgekommen ist ein sehr elegantes Hotel.

2014 wurde das The Peninsula Paris eröffnet und bietet insgesamt 200 große Zimmer und Suiten. Ich hatte das Glück eine Gardensuite zu bewohnen mit Dachterrasse und einem unglaublichen Blick über die Stadt.

Auch wenn du kein Hotelgast bist, gibt es viele Gründe dieses Hotel zu besuchen. Du möchtest einen Cafe trinken? Kein Problem, das The Peninsula hat die größte überdachte Außenterrasse von Paris. Du hast am Nachmittag noch nichts vor? Probier den Afternoon Teat in der Bar Klèber. Sink ein in das Sofa, koste die leckeren Teilchen von salzig bis süß auf dem Etagère und lass die Zeit vergehen.

Du suchst ein ganz besonderes Restaurant? Auch da bist du im The Peninsula richtig. Auf dem Dach befindet sich das L’Oiseau Blanc mit offener Dachterrasse. Von hier hast du einen traumhaften Blick auf den Eiffelturm, besonders schön am Abend mit Beleuchtung. Oder du gehts in das Restaurant LiLi. Es entführt dich nach China und lockt mit hervorragender chinesischer Küche und leckeren Weinen.

Meine Lieblingsorte in Paris

Noch mehr Lieblingsorte in Paris

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Text und Fotos Britta Smyrak

Zu dieser Entdeckungsreise wurde ich eingeladen vom Hotel The Peninsula Paris, einer meiner Lieblingsorte in Paris .

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