Traumberuf Skilehrer

Traumberuf Skilehrer? Seit 5 Jahren mühen sich diverse Skilehrer damit ab, unserer Tochter und ihren drei Freunden das Skifahren beizubringen. Sie fahren mittlerweile zwar alle ganz gut, aber waren mal mehr mal weniger begeistert vom Lehrer, von der Gruppe, vom Essen auf der Piste. Darum haben wir in diesem Jahr entschieden: Ein privater Skilehrer muss her! Und wir hören nichts: kein Gemoser, keine Klagen, von keinem Kind. Irgendetwas ist also anders. Der Sache muss ich auf den Grund gehen und treffe heute ihren Skilehrer Pauli von der Skischule Jochtal in Vals in Südtirol.

Als ich morgens zum Hotelempfang komme ist Pauli, wie immer gut gelaunt, schon da und ich überfalle ihn gleich mit der ersten Frage.

Hallo Pauli, warum bist du Skilehrer geworden?

Weil das mein Traumberuf ist. Ich bin früher Skirennen gefahren und es macht mir Spaß jeden Tag draußen zu sein im Schnee mit den Leuten. Das ist gut.

Du siehst jeden Tag Erfolge.

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Wie alt bist Du, seit wann machst du das und woher kommst du?

Ich bin 30, mache das jetzt seit 10 Jahren und komme hier aus der Gegend. Ich habe dafür eine dreijährige Ausbildung absolviert und da lernst du alles über Wetterkunde, Gerätekunde, Technik, Didaktik.

Wie sieht der Tag eines Skilehrers aus?

Das ist ganz unterschiedlich, ich fange um 8 Uhr 45 an und der Unterricht geht in der Regel bis 16 Uhr 30. Ich mache alles, Privatunterricht, Gruppenunterricht, Erwachsene, Kinder, alle Niveaus. Je nach Schnee starten wir in der zweiten Dezemberwoche bis Mitte April.

Ich arbeite Vollzeit die ganze Saison durch, auch am Wochenende.

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Schon mal bereut, Skilehrer zu sein?

Nein (Pauli strahlt mich an und schüttelt lachend den Kopf)

Gab es auch gefährliche Situationen?

Nein, eigentlich nicht, nur einmal, da fuhren zwei Skifahrer auf der Piste ganz alleine und die haben sich einfach nicht gesehen. Die sind zusammengestoßen und da habe ich Erste Hilfe geleistet. Das gehört auch zur Ausbildung.

Was mir aber in den letzten Jahren auffällt, die Leute nehmen immer weniger Rücksicht aufeinander.

Mit Helm fühlen sich alle sicher und fahren schneller als früher.

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Was machst du im Sommer?

Unterschiedlich, die letzten Jahre habe ich im Service im Hotel gearbeitet, manche Skilehrer sind Hüttenwirte andere arbeiten wieder als Zimmermänner oder in anderen Berufen, die im Winter freikriegen.

Was machst du in 5 Jahren?

Ski fahren. (Pauli lacht)

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Traumberuf Skilehrer. Danke Pauli für das nette Gespräch

Leider muss Pauli jetzt los, denn 4 zappelige Kinder warten ungeduldig darauf, dass sie endlich mit ihm auf den Berg können. Pauli ist supersympatisch und es ist unschwer zu erkennen, dass er seinen Job liebt. Von unseren Kids erfahren wir jeden Abend, was sie heute wieder cooles gelernt haben, denn Pauli lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen. Mit ihm ist es ist nie langweilig und ein bisschen Abenteuer ist auch dabei, wenn er mit den Kids durch den Wald fährt oder mit ihnen ein paar Sprünge übt. Die Kids lieben Pauli und wir Eltern sind alle überzeugt: Pauli, du bist Spitze!

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Natürlich kostet ein privater Skilehrer für Kinder im Jochtal mehr als ein Gruppenkurs, aber dafür ist die Gruppe kleiner, die Kids lernen mehr und es macht ihnen definitiv mehr Spaß. Wir überlegen, ob wir es im nächsten Jahr wieder so machen. Vielleicht werden wir dann den Skilehrer nur für 5 halbe Tage buchen, denn das kostet bei vier Kindern gar nicht mehr so viel mehr wie der Gruppenkurs. Da das Skigebiet Gitschberg/Jochtal generell nicht so teuer ist, finde ich diesen kleinen Luxus erschwinglich.

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Text und Fotos: Britta Smyrak

Danke an die Skischule Jochtal für die Kooperation und an Pauli, ein toller privater Skilehrer für Kinder im Jochtal.

 

 

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