After rain comes sunshine! Ein Wochenende mit Kind in Hamburg

Wochenende mit Kind in Hamburg

Hamburg kann richtig schön sein, will es aber heute nicht. Regen von oben, Regen von vorne. Das kann ja heiter werden, mein Wochenende mit Kind in Hamburg.Und ich hatte meiner Tochter noch erzählt, was wir alles machen werden: in der Sonne am Strand liegen, durch das Schanzenviertel zum Portugiesen spazieren, leckere Puddingtörtchen futtern und am Schluss mit dem Boot auf der Alster schippern. Pustekuchen.

Merke: Je schlimmer das Wetter, desto wichtiger das Hotel!

Na gut, machen wir das Beste draus an diesem lange geplanten Wochenende mit Kind in Hamburg. Am Hauptbahnhof angekommen, die Laune mittelprächtig, steigen wir um in die U4, die uns direkt in die Hafencity zum gleichnamigen 25hours Hotel bringt. Bei der nigelnagelneuen Station Überseequartier steigen wir aus. Oben am Ausgang angekommen, sehen wir auf der gegenüberliegenden Seite schon das Hotel. Jetzt noch ein paar Meter durch den Regen flitzen, an der einen Hand das Kind, in der anderen der Koffer. Geschafft.

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Ich bin erst mal nur froh im Trockenen zu sein und freue mich bei dem Anblick: geradeaus die Rezeption, rechts der Shop und das Restaurant Heimat, links eine Art Minikonfi im Container.

Um uns herum Hafen- und Containerfeeling und wir tauchen ein in eine wild romantische Welt der Seefahrt. Wohin wir auch sehen entdecken wir schöne und skurrile Dinge, zusammengesammelt, gekonnt arrangiert und einladend.

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Bevor wir das Hotel genauer inspizieren, wollen wir schnell das Gepäck ins Zimmer im 5. Stock bringen. Wie ich sehe, liegt über uns die Hafensauna. Auch eine Option für den Nachmittag, denke ich im Stillen, aber das Kind kann Gedanken lesen und will nicht. Könnte das Kind knebeln und ins Zimmer legen … Quatsch, wir schauen nachher mal, was die 1. Etage bietet.

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Im 5. Stock angekommen sehen uns echte Seemänner an. Faszinierende und irre diese Typen.

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Das 25hours Hotel Hafencity hat insgesamt 170 Doppelzimmer in den Größen M, M+ mit einem größeren Bett, 10 Stockbettkojen, 7 L Kojen und 9 Kapitänskojen. In der Kategorie M können Kinder bis 7 Jahre kostenlos im Bett mitschlafen, ab Kategorie L besteht die Möglichkeit ein Babybett oder Zustellbett dazuzustellen und bei der Kapitänskoje kann zusätzlich ein Stockbettzimmer mit Verbindungstür dazugebucht werden. Es gibt einen kostenlosen Fahrrad- und Miniverleih für jeden Gast, je nach Verfügbarkeit. Leider gibt es für den Mini keinen Kindersitz, das ist sehr schade dafür Bobbycars im Minilook und Laufräder. Wir haben eine schöne M Koje mit Blick auf den Hafen.

Wochenende mit Kind in Hamburg, gefesselt vom Seemannsgarn.

Aber von wegen „schnell ins Zimmer“, wir bleiben länger als geplant und schuld daran ist die Tapete mit lustigen Seefahrtsmotiven, dem Bild von Monty und schließlich das Logbuch.

Lilia will wissen, was das alles bedeutet und gefesselt von den Abenteuern fangen wir an die Geschichten zu lesen, von Aleksander Baranowskiy, dem Techniker aus Murmansk, von Sanrabh Kulkanai aus Mumbai, von Vadim Ostapenko aus Odessa, aber warum auch immer, wir haben doch tatsächlich die Geschichte von Monty vergessen! Also, wer immer diese Zeilen liest, bitte sagt uns, was es mit Monty auf sich hat.

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Was uns aus dem Konzept bringt, ist mein kurzer Blick aus dem Fenster. Die Aida hat gerade angelegt, aber was viel wichtiger ist, der Regen macht eine Pause. Also schnell anziehen und raus. Schanzenviertel, Miniaturwunderland wir kommen.

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Jackson Pollock Nutella Brot

Gestern hatten wir noch richtig Glück. In Hamburg ist gerade Dom, der riesen Rummelplatz zwischen St.Pauli und Karoviertel. Den sind wir rauf und runter und runter und rauf gelaufen. Ich liebe den Dom und Lilia jetzt auch. Es wurde also etwas später (Gääähn) und verschlafen schleichen wir in die „Heimat“ zum Frühstücken.

Was nehm ich nur, was nehm ich nur? Derweil ich noch unschlüssig bin, ich kann morgens nicht so schnell denken, entdeckt Lilia ihre kreative Ader und schmiert mir ein Jackson Pollock Nutella Brot. Merci Cherie, aber ich brauche doch erst mal einen Kaffee und dann sehen wir weiter.

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Es regnet, es regnet, die Erde wird nass …

Wir haben unsere Tellerchen brav aufgegessen, ehrlich, aber es hilft nix, es regnet schon wieder. Verschieben wir also den Ausflug ins Miniaturwunderland auf den Nachmittag und hängen ein bisschen im Hotel ab.

Im ersten Stock im Radioroom sind eine kleine Bibliothek, mehrere Computer und die Daddelbox. Mit den alten Atarispielen hat sie es Lilia besonders angetan. Nach kurzer Gewöhnung versuchen wir uns im Autorennen und irgendwelchen Hühner Fangspielen. Der Experte wüsste an dieser Stelle natürlich, um was es sich hier genau handelt. Ich kann kaum glauben, dass das früher stundenlang gespielt wurde. Kein Vergleich zu heute, aber solange sich was bewegt sind Kinder fasziniert.

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Danach kickern wir noch ein Runde und siehe da, der Regen hat aufgehört. Wir gehen mal kurz raus auf die Terrasse. Hier könnte man es bei Sonne auch prima aushalten. Es gibt sogar eine kleinen Spielplatz, der zwar nicht zum Hotel gehört, aber genutzt werden kann. Ein Wochenende mit Kind in Hamburg ist in diesem kinderfreundlichen Hotel kein Problem.

Die Sonne traut sich!

  • Auf nach Övelgönne. Schnell, schnell, die Sonne kommt raus. Wir nutzen die Gelegenheit mit dem Schiff ab Landungsbrücken nach Övelgönne zu fahren, die günstige Variante zur Hafenrundfahrt. Vorbei geht es an der Werft und den schicken Gebäuden am Elbufer. In Övelgönne angekommen laufen wir am Elbstrand mit den obligatorischen Strandhunden bis zur Strandperle, ein nettes Café, das jetzt direkt daneben Konkurrenz bekommen hat. Auf dem Rückweg holt uns der Regen wieder ein, also schnell zurück ins Hotel.
  • Miniaturwunderland. Leider fällt damit auch der zweite Dombesuch buchstäblich ins Wasser und wir entscheiden spontan, ins Miniaturwunderland zu gehen. Es liegt in Laufweite und ein Besuch lohnt sich. Schon bei den ersten Vitrinen bleiben wir fasziniert hängen und drücken uns fast die Nase platt. Deutsche Geschichte in klein, vom Leben im Mittelalter bis in die Gegenwart. Krieg, Naziaufmärsche, die Teilung und der Mauerfall. Bis ins kleinste Detail wurden szenen täuschend echt nachgebaut und lassen die Vergangenheit vor meinem inneren Auge wieder auferstehen. Weiter geht es in die nächsten Räume. Riesige Modelleisenbahnanlagen. Die Schweiz, der Hamburger Hafen, der Flughafen, ein DJ Bobo Open Air Konzert, di eElbphilharmonie, hier steht sie bereits fertig und öffnet ihre Türen. Wir sind mehr als zwei Stunden in dieser fantastischen Ausstellung und wenn ich nicht solchen Hunger hätte, dann würden wir noch viel viel länger bleiben.

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Fotos: Lilia und Britta Smyrak

Danke an das 25hours Hotel Hafencity für die Übernachtung und an Maike Enkirch für die Hotelführung. In diesem Hotel ist ein verregnetes Wochenende mit Kind in Hamburg ertäglich.

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