Jamaika Kingston Sehenswürdigkeiten

Jamaika Kingston. Willkommen in der Wiege des Reggae.

Eine Reise nach Jamaika, insbesondere nach Kingston, ist für alle Reggae-Fans ein absolutes Highlight. Jamaika Kingston gilt als die Wiege des Reggae, denn hier schrieb Bob Marley, das Idol meiner Jugend, Musikgeschichte.

Ich besuche den berühmten Stadtteil Trench Town, genauer gesagt das Trench Town Culture Yard – ein Muss für jeden, der die Ursprünge des Reggae hautnah erleben möchte.

Jamaika Kingston: Ein Besuch in Trench Town

Früher war der Trench Town Culture Yard das Zuhause von Vincent „Tata“ Ford, einem Freund und Mentor von Bob Marley. Heute ist es ein kleines Kulturzentrum, das Besuchern die Geschichte des Viertels und der Reggae-Musik näherbringt. Trench Town mag nur wenige Straßen umfassen, doch hier lebten und arbeiteten viele berühmte Musiker. Bob Marley schrieb hier seinen Hit „No Woman No Cry“, der ihm zum Durchbruch verhalf – von diesem Ort aus eroberte der Reggae die Welt.

Auch wenn Trench Town heute nicht die sicherste Gegend ist, empfehle ich eine geführte Tour durch das Viertel vom Trench Town Culture Yard. So kannst du die Geschichte des Reggae in Jamaika Kingston sicher und authentisch entdecken.

Auf den Spuren des Reggae in Jamaika Kingston

Mein Guide Stoneman führt mich durch die Straßen, und ich falle mit meiner Kamera auf wie ein bunter Hund. Kinder schauen neugierig, aus den Häusern klingt Reggae-Musik. Obwohl das Viertel arm ist, spürt man die Hoffnung und den Traum vieler, es wie ihr Idol Bob Marley zu schaffen.

Jamaika Kingston die Wiege des Reggae

m Vergleich zur Größe Jamaikas ist der musikalische Output geradezu gigantisch – und das Epizentrum dieser Reggae-Kultur liegt definitiv hier in Kingston. Ich besuche ein Musikstudio, wo gerade ein neuer Song aufgenommen wird. Vielleicht erlebe ich heute den nächsten großen Star der Reggae-Szene.

Culture Yard und Bob Marley

Zurück im Trench Town Culture Yard weht der Duft von Rauch, einige Rastas sitzen entspannt im Schatten. Hier stehen acht kleine Häuschen, in denen eine Ausstellung die Geschichte von Trench Town und Bob Marley erzählt. Bob Marleys erste Gitarre ist in einer Glasvitrine ausgestellt, sein alter VW-Tourbus rostet im Garten, und in einem Zimmer steht noch sein Bett.

Bob Marley, geboren 1945 als Nesta Robert Marley in Nine Miles, Jamaika, war Gitarrist und Leadsänger der Reggaeband The Wailers. Mit Songs wie „I Shot The Sheriff“, „No Woman No Cry“ und „One Love“ prägte er die Musikgeschichte und machte den Reggae weltweit bekannt.

Die Musik der Wailers war zunächst stark vom Ska beeinflusst, einem schnellen Musikstil. Lee Perry, ihr Produzent, hatte die Idee, das Tempo zu verlangsamen – so entstand der Reggae, der das Publikum sofort begeisterte. Bob Marley wurde zum internationalen Star und tourte durch Großbritannien und die USA.

In den 1960ern konvertierte Marley vom Christentum zur Rastafari-Religion. Seine Dreadlocks wurden zum Markenzeichen der Rastafaris und sind heute weltweit ein Symbol für den Reggae.

1977 wurde bei Bob Marley Krebs diagnostiziert. Als überzeugter Rastafari lehnte er eine Operation ab, und 1981 starb er in Miami. Drei Jahre später wurde sein Album „Exodus“ zum meistverkauften Reggae-Album aller Zeiten.

Musik überall in Jamaika Kingston

Aus einem der kleinen Häuschen klingt Reggae-Musik. Ein Rasta, der aussieht wie Bob Marleys großer Bruder, lädt mich ein näherzukommen. Er regelt den Mischpult und singt mit, bald gesellt sich ein Tänzer dazu. Beide vergessen völlig, dass ich da bin – so lebendig ist die Reggae-Kultur in Jamaika Kingston.

Tipps für deinen Besuch in Jamaika Kingston

Viele Reiseberichte über Kingston wirken abschreckend, aber ein Besuch der Hauptstadt Jamaikas gehört einfach dazu, wenn du die Reggae-Szene erleben willst.

Im Trench Town Culture Yard werden verschiedene geführte Touren angeboten:

  • Standard Culture Yard Tour (ca. 45–60 Minuten): Fokus auf Museum, Bob Marleys Zimmer, Tata Fords Haus und die Geschichte der Wailers (12–20 USD).
  • Erweiterte Community Tour (ca. 1,5–2 Stunden): Kombiniert den Museumsbesuch mit einem Spaziergang durch Trench Town und Erklärungen zur Musikgeschichte (18–30 USD).
  • Spezialtouren: Mitunter Live-Musik oder Events; Infos vor Ort erfragen.

Kulinarische Empfehlung:

  • Devon House: Das Devon House ist ein schönes Plätzchen mitten in Kingston in einem gepflegten Park mit Häusern aus der Kolonialzeit. Auch die Jamaikaner lieben diesen Ort und du kannst hier prima Kuchen und Eis essen.

Ausflug in die Blue Mountains:

  • Von Kingston aus bist du schnell in den Blue Mountains und ein Ausflug in diese Berge lohnt sich. Auf dem Weg zu einer Kaffeeplantage kam ich an vielen kleinen Boutiquehotels vorbei und beim nächsten Mal würde ich hier eine Übernachtung einplanen. Ein gutes Souvenir ist übrigens der berühmte Blue Mountain Kaffee.

Fazit Jamaika Kingston Reggae erleben:

  • Kingston ist die letzte Station meiner einwöchigen Reise durch Jamaika. Ich startete im Westen in Negril, fuhr entlang der Küste nach Treasure Beach, überquerte die Berge und landete schließlich hier – in der pulsierenden Hauptstadt, der Wiege des Reggae. Die Rastafari-Kultur, die spannenden Menschen und die vielseitige Musikszene haben mich tief beeindruckt und inspiriert.

UPDATE im Oktober 2025 traf der Hurrikan Melissa auf Jamaica und hat die Insel besonders im Süden schwer verwüstet.

Reiseberichte Jamaika:

Auf in die Karibik:

Du kannst gar nicht genug kriegen von der Karibik? Dann lies gleich weiter den Artikel über Havanna, die Ikone von Kuba.

Text und Fotos Britta Smyrak

Jamaika Kingston Sehenswürdigkeiten. Danke an das Jamaica Tourist Board für die Einladung und die Unterstützung meiner Recherche.

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2 Comments

  1. says: Doro

    Danke für dieses schöne Plädoyer für Kingston. Oft lese ich nämlich, Kingston sei gar nicht so interessant, dass sich das Risiko lohne, die Stadt zu besuchen. Das können wir überhaupt nicht nachvollziehen, denn auch für Nicht-Reggaelover hat die Stadt viel Sehenswertes. Schliesslich käme ja auch niemand auf die Idee, bei einer Deutschland- Rundreise Berlin auszusparen, weil es dort verhältnismässig mehr Taschendiebstähle gibt, als in Kleinkleckersdorf an der Knatter.

    Den Trenchtown Culture Yard kann ich jedenfalls allen Reggae- Fans wärmstens ans Herz legen. Und wer Glück hat, wird sogar von Oswald “Stoneman” Comrie geführt. Ein sehr inspirierender Mensch, was er aus Steinen liest ist unglaublich! Liebe Grüsse und Gute Reise!

    1. Hallo Doro, danke für Deinen Kommentar. Ich fand den Besuch in Kingston absolut lohnenswert und schließe mich Deiner Meinung an: Oswald ist wirklich cool. Ich finde es wichtig nicht nur am Strand zu liegen, sondern sich auch für die Leute auf Jamaika und ihre Kultur zu interessieren. Respekt! Liebe Grüße Britta

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