Alle Jahre wieder. 10 Weihnachtsmärkte, die sich lohnen.

Weihnachtsmärkte, die sich lohnen

Warst du schon auf dem Weihnachtsmarkt? Ich kann es jedes Jahr kaum erwarten und besuche auch gerne Weihnachtsmärkte, die sich lohnen außerhalb von Berlin. Da ich nicht überall sein kann, habe ich andere Blogger gefragt, welchen Weihnachtsmarkt sie empfehlen. Herausgekommen ist diese schöne Sammlung.

1. Christkindlesmarkt Nürnberg, der Klassiker unter den Märkten.

Der bekannte Christkindlesmarkt in Nürnberg findet auf dem Hauptmarkt statt, wunderschön eingerahmt von historischen Gebäuden. Selten hat mich ein Bild so beeindruckt wie das der rot-weißen Dächer aller Stände. Je nach Tageszeit ergeben sich hier extrem schöne Motive, eingerahmt von der Frauenkirche, dem Rathaus oder der historischen „Skyline“ von Nürnbergs Altstadt. Der Christkindlesmarkt ist nicht nur der Klassiker unter den Weihnachtsmärkten für die Erwachsenen, sondern hat einen eigenen Kinderweihnachtsmarkt, der sehr liebevoll arrangiert ist, mit einem alten Karussell in der Mitte und kinderaffinen Weihnachtsfiguren auf den einzelnen Büdchen. Alles ist unglaublich stilvoll und die Vorfreude auf Weihnachten steigt.


Mehr über den Christkindlesmarkt in Nürnberg kannst du hier lesen.

2. Es weihnachtet überall in Leipzig

Schon von Weitem rieche ich die gebrannten Mandeln und die Feuerzangenbowle, dabei ist der Weihnachtsmarkt doch noch so weit weg, dachte ich zumindest. Doch ich stehe mitten in Leipzig und bin umgeben von Weihnachtsmärkten – und genau das ist das Schöne an der Weihnachtszeit in Leipzig. Ein Spaziergang durch die wunderschöne Altstadt, entlang der traumhaften Häuserfassaden und über die kopfsteingepflasterten Straßen zeigt, dass Weihnachten in Leipzig an jeder Ecke zu spüren ist. Jeder kleine Innenhof ist geschmückt, die Straßen gesäumt mit kleinen Ständen und an nur einem Tag kann man schlichtweg fünf, wenn nicht auch mehr, Weihnachtsmärkte in der sächsischen Stadt besuchen. Bereits seit dem 15. Jahrhundert gibt es den Weihnachtsmarkt in Leipzig und mittlerweile bietet sich hier eine Auswahl von knapp 300 Ständen. Genug, um sich durch die verschiedenen Winzer-Glühwein-Sorten, die Feuerzangenbowle und das andere, große kulinarische Angebot zu probieren. Das Schönste am Weihnachtsmarkt in Leipzig ist die Lage: Mitten in der Stadt gelegen, kann man von hier aus auch ganz schnell einen Abstecher zu den bekannten Sehenswürdigkeiten machen. Angefangen mit einem warmen Tee zum Aufwärmen in Auerbachs Keller, weiter durch die historische Mädlerpassage geht es mitten auf den zentralen Marktplatz. Zwar ist der Marktplatz klein, aber er versprüht ein ganz besonderes Flair. Auf dem Marktplatz befindet sich außerdem das Alte Rathaus, das im Stil der sächsischen Renaissance entworfen wurde – der beste Punkt, um wieder mitten hinein in das Glühweinparadies zu fallen.

Weitere Stories nicht nur zu Weihnachten findest du auf Travellersarchive.

3. Fürstliche Weihnachten feiern in Regensburg

In Regensburg hast du die Qual der Wahl, vier Weihnachtsmärkte stehen zur Auswahl. Der große Christkindlmarkt am Neupfarrplatz, wo sich die Stände rund um die Kirche gruppieren, der Lucrezia-Markt mit seinen Kunsthandwerken, der kleine Weihnachtsmarkt am Katharinenspital in der Nähe der Steineren Brücke oder ganz nobel, der romantische Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis.
Der fürstliche Christkindlmarkt auf dem Schlossgelände der Familie Thurn und Taxis hat es mir angetan. Schon fast märchenhaft ist dort die Stimmung. Viele Holzfeuern und Lichter flackern im Dunkeln, historischen Fahrgeschäfte laden die Kleinen auf eine Fahrt ein und an jeder Ecke gibt es Leckereien. Umrahmt werden die Weihnachtsstände von einer zauberhaften Schlosskulisse. Hier kannst du es locker einen ganzen Abend aushalten. Einziger Wehrmutstropfen sind die gesalzenen Eintrittspreise.

Mehr zu Regensburg und den Weihnachtsmärkten findest du auf Reisespatz.

4. Dortmund hat den größten!

Dortmund ist den meisten eher ein Begriff für Fußball. Doch jedes Jahr zur Weihnachtszeit verwandelt sich die Stadt in ein Mekka für Weihnachtsmarktbesucher. Vor allem aus den Niederlanden kommen Scharen von Bussen in die Stadt an Ruhr und Emscher.
Das alles hat nur einen Grund. Nicht etwa exklusive Leckereien, Kunsthandwerk oder eine lange Historie lockt die Menschen nach Dortmund. Nein, es ist Deutschlands größter Weihnachtsbaum, der die Massen anzieht. Wenn nicht sogar Europas oder der Welt größter Weihnachtsbaum. Denn mit Kleinkram gibt sich diese Stadt nicht zufrieden.

Der Baum ist natürlich kein einzelner Tannenbaum, sondern besteht aus 1.700 Rotfichten, die eigens von einer Baumschule im Rothaargebirge nur für diesen Zweck gezüchtet und gefällt werden. Umringt von Weihnachtsmarktbuden bildet er den zentralen Anziehungspunkt. Doch viele der 300 Stände befinden sich auch in den umliegenden Straßen und Plätzen und bieten vom klassischen erzgebirgischen Kunsthandwerk über traditionelles Weihnachtsgebäck bis hin zu Spielzeug und Leckereien sowie Glühwein alles, was das Weihnachtsmarktbesucherherz höher schlagen lässt.

Mehr zum Baum erfährst Du auf snoopsmaus.de in einem jährlich aktualisiertem Blogpost.

5. Ein Weihnachtsmarkt reiht sich an den anderen in Düsseldorf

In der Düsseldorfer Innenstadt gibt es nicht nur einen Weihnachtsmarkt, sondern direkt neun. Alle neun Weihnachtsmärkte liegen ganz dicht beieinander, sodass an nur einem Abend alle Weihnachtsmärkte besucht werden können. Die Märkte können unterschiedlicher nicht sein. Auf dem Sternchenmarkt hängen leuchtende Sterne über den Köpfen der Besucher. Auf dem Engelchenmarkt sind die Buden mit Engelsköpfen verziert und der Weihnachtsmarkt auf dem Düsseldorfer Marktplatz ist ganz traditionell in Rot gehalten. Am schönsten finden wir den Märchenmarkt auf dem Schadowplatz.

Der Märchenmarkt ist ganz neu in Düsseldorf und auch für Kinder spannend. Wer nach oben schaut, entdeckt auf den Weihnachtsmarktbuden Märchenfiguren aus Rotkäppchen, Rumpelstilzchen und Co. Am Abend sorgen zehntausende, bunte LED Leuchten für ein märchenhaftes Ambiente.

Nur einen Katzensprung von dem Märchenmarkt entfernt, befindet sich auch schon unser kulinarisches Highlight auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt. Hinter dem Kö Bogen gibt es in der Käsealm das berühmte Raclettebaguette. Der Käse wird frisch vom Laib geschmolzen und auf ein gegrilltes Baguette, wahlweise mit Knoblauch-, Kräuteröl oder Natur, gegossen. Ein Zwischenstopp auf der Käsealm ist für jeden Käseliebhaber ein Muss.

Mehr zu den Weihnachtsmärkten in Düsseldorf findest du unter Levartworld.

6. Erfurt feiert am Dom

Der Dom, das Weihnachtsrad und die Weihnachtspyramiden prägen das Bild des Weihnachtsmarkts in Erfurt. Die besondere Stimmung am Domplatz zur Weihnachtszeit fasziniert Jung und Alt. Hier können sich Besucher zwischen den unzähligen, geschmückten Ständen verlieren. Der süße Geruch der gebrannten Mandeln und Nüsse und Glühweinduft steigen in die Nase. Natürlich darf die Thüringer Bratwurst in der Landeshauptstadt Thüringens auch nicht fehlen.
Mit dem Weihnachtsrad entfliehen Besucher für einen Moment der Menschenmenge. In der kleinen Gondel führt der Weg nach oben, der majestätische Dom scheint zum greifen nahe. Das Stimmgewirr wird immer leiser, der kalte Wind bläst um die Nase. Der Blick schweift von den beleuchteten Weihnachtsmarktständen über den festlich beleuchteten Weihnachtsbaum weiter über die vorweihnachtliche Stadt. Der Weihnachtsmarkt vor dem Erfurter Dom ist einer der schönsten Weihnachtsmärkte in Mitteleuropa.

7. Weimar feiert mit der Weihnachtsgurke

In der Stadt der Schreiber und Dichter hat auch Weihnachten einen besonderen Stellenwert. Am Marktplatz, vor dem Rathaus, wurde vor über 200 Jahren der erste Weihnachtsbaum aufgestellt. Heute befindet sich dort der wohl schönste Weihnachtsmarkt der Stadt. Am Adventmarkt vor dem Rathaus sind Kunsthandwerk, Glühwein und auch die Thüringer Bratwurst feste Bestandteile. Die „Schäfchenbox“ fasziniert Kinder und wer genau schaut entdeckt an so manchem Stand auch eine Weihnachtsgurke aus Glas. Sie wird am Heiligen Abend im Weihnachtsbaum versteckt. Wer sie als erstes findet, darf als erster sein Geschenk öffnen oder bekommt ein zusätzliches Geschenk.
Eine weitere Besonderheit am Adventmarkt am Weimarer Marktplatz ist das Glockenspiel. Nur in der Weihnachtszeit erklingen verschiedene Weihnachtslieder. „Oh du fröhliche“, „Süßer die Glocken“ oder „Am Weihnachtsbaume“ zählen zum Repertoire. Längst ist der Weihnachtsmarkt in Weimar nicht mehr auf den Marktplatz vor dem Rathaus beschränkt. Die „Weimarer Weihnacht“ ist u.a. auch am Theaterplatz, am Herderplatz und in der Schillerstraße zu finden.

8. Eisenach auf der Wartburg, feiern wie im Mittelalter

Ob es im Mittelalter wohl schon Weihnachtsmärkte gab? Jedenfalls vermittelt der Weihnachtsmarkt auf der Wartburg einen stimmungsvollen Eindruck, wie es im Mittelalter zur Weihnachtszeit ausgesehen haben könnte. Feuer flackert und einige Händler zeigen schon fast vergessene Handwerkskünste. So mancher scheinbar raue Geselle, in wärmendes Leder und Fell gekleidet, entpuppt sich als gastfreundlicher Punschverkäufer. Kerzenzieher, Glasbläser, Steinmetze und Kräuterfrauen bieten ihre Waren am „historische Weihnachtsmarkt auf der Wartburg“ an. Hier finden Besucher bestimmt ein besonderes Weihnachtsgeschenk.
Der Bummel durch die alte Wartburg ist zur Vorweihnachtszeit ein besonderes Erlebnis, wenn sich der Nebel lichtet und der Blick übers weite Land schweift. Mittelalterliche Musik hallt durch die Torbögen und Gassen. Besonders schön ist der Besuch kurz vor Sonnenuntergang. Wenn es dunkel wird beleuchtet knisterndes Feuer die Burghöfe und die schmalen Gänge.

Mehr zu Weihnachtsmärkten und andere tolle Reisen findest du auf Anders Reisen.

9. Der Altwiener Christkindlmarkt auf der Freyung in Wien

„Wollen Sie tanzen?“, ein höflicher Mitvierziger fordert seine Nachbarin, die in sich versunken der Musik lauscht, zum Mittanzen auf. Es ist und bleibt nicht das einzige Paar, das sich ganz spontan zum Kathreinstanz am Altwiener Christkindlmarkt auf der Freyung bildet. Die Tänzer werden von einem Quartett begleitet. Der Kontrabassspieler blickt wohlwollend auf die sich füllende Tanzfläche. Mindestens einmal täglich spielt eine Musikgruppe auf. Ist die Bühne hingegen von Kindern umlagert, ist gerade der Kasperl zu Besuch.
Die Freyung zählt zu den ältesten Plätzen in Wien. Nachweislich wurde der erste Christkindlmarkt hier im Jahre 1772 abgehalten. Ob damals schon so fröhlich getanzt wurde und der Kasperl den Kindern seine Aufwartung machte? Der Adventmarkt kann noch mit einem weiteren Superlativ punkten: auf den Marktständen ist die längste Krippe Österreichs nachgebildet. Das Gesamtkunstwerk hat eine Länge von 40 Metern.
Etwa 50 Marktstände schmiegen sich aneinander und bilden den wohl traditionellsten Weihnachtsmarkt in Wien. Das Angebot reicht von Lebkuchen, Büchern, Naturseifen, Produkten aus Olivenholz bis zu Tonpfeifen und Silberschmuck. Kulinarisch kann man sich ebenfalls verwöhnen lassen. Der Schilcherglühwein und der Orangenpunsch sind stadtbekannt, der köstliche Baumkuchen ebenso. Oder soll ich doch lieber ein Speckbrot essen? Am Stand mit der Nummer 32 werde ich (wie jedes Jahr) fündig. Hier verkauft Ferdinand Ambichl Dinkelbrot, Bergkäse, Kletzenbrot, Sauerrahmbutter und Wabenhonig. Das sind kulinarische Weihnachtsgeschenke, die nur einen Nachteil haben: Sie werden jedesmal vor Weihnachten aufgegessen!

Altwiener Christkindlmarkt auf der Freyung
: Freyung, 1010 Wien.
Öffentlich erreichbar: 
U3 Station Herrengasse, 
U2 Station Schottentor
Öffnungszeiten 2017: 
18.November – 23.Dezember, täglich von 10 – 21 Uhr

Einen weiteren Weihnachtsmarkt in Wien und andere tolle Artikel findest du bei Reisebloggerin.

10. Salzburg Weihnachtsmarkt am Dom- & Residenzplatz

Dank Mozart spielt gefühlt die Musik in Salzburg. Im November und Dezember wechseln die Rollen: Denn dann spielt die Vorweihnachtszeit in Salzburg die Hauptrolle. Immerhin gibt es gleich mehrere Weihnachtsmärkte. Der Größte verteilt sich praktischerweise auf zwei Plätzen, dem Dom- und dem Residenzplatz. Wer sich aufmacht, die Weihnachtswelt hier zu erkunden, kann praktischerweise gleich ein paar Geschenke für die lieben kaufen etwa Weckgläser mit Zutaten für verschiedene Teige, aber auch die herrlich leuchtenden Weihnachtssterne oder kleine Krippen. Wer sich selbst mit Gutem beglücken will, der kann bei leckeren Schmarren, Baumkuchen oder Mozart- und Pflaumenknödeln zuschlagen. Denn die Küche ist inspiriert vom ungarisch-österreichischen Einfluss. Die klassischen Würstchen oder Süßspeisen wie Crêpes und Waffeln gibt es natürlich auch. Und auch wenn die Berge drum herum noch nicht eingeschneit sind, wärmt mich der klassische Glühwein dennoch. Pittoresk und empfehlenswert bleibt der Besuch auch ohne zusätzlichen Schneekitsch, wo sonst kann man unterhalb einer Festung so bezaubernd schön, sich dem Kitsch der Weihnacht hingeben? Bei meinem Besuch am Eröffnungswochenende im November ist es übrigens gar nicht so voll, vielleicht weil sich der Markt durch die beiden Plätze gut verteilen kann. Neben dem Weihnachtsmarkt am Dom- und Residenzplatz gibt es noch die um die Ecke gelegene Schlittschuhlaufbahn sowie einen liebevollen Markt am Sternbräu und die hoheitlich-idyllischen Varianten am Schloss Mirabell und am Schloss Hellbrunn.

Noch mehr zu Salzburg in der Vorweihnachtszeit kannst du auf dem Blog Reiseaufnahmen nachlesen.

Übersichtskarte: 10 Weihnachtsmärkte, die sich lohnen

Und wo befindet sich dein Lieblingsweihnachtsmarkt?

Ich muss mich dieses Jahr noch entscheiden, ob ich am 2. Advent nach Buckow in die Märkische Schweiz fahre oder im Grunewald auf den Hundeweihnachtsmarkt gehe. Am 3. Advent plane ich einen Besuch auf dem Holzmarkt, denn den Holy Weihnachtsmarkt vom letzten Jahr scheint es dieses Jahr nicht mehr zu geben. Welches ist dein Lieblingsweihnachtmarkt? Schreib es mir in den Kommentar, ich bin neugierig auf weitere Weihnachtsmärkte, die sich lohnen.

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