Reise durch Israel: Tel Aviv, Metropole am Meer.

unvergessliche Reise durch Israel start in Tel Aviv ©looping-magazin

Israel, bei dem Gedanken an dieses Land schießen mir die Stichwörter durch den Kopf: Juden, Jesus, Party, Palästinenser, Attentate, Strand, Heiliges Land, Moslems … Wow, widersprüchlicher können Gedanken nicht sein.

Viele Meinungen zu Israel, ich brauche meine eigene.

Freunde und Bekannte bilden schnell zwei Lager. Entweder raten sie mir ab: „Zu gefährlich“oder sind ganz überschwänglich: „Tel Aviv ist super! Das Essen ist grandios und die Menschen sind wahnsinnig hilfsbereit!“ Dazwischen gibt es nichts.

Diese ungewohnt heftigen Reaktionen tragen natürlich dazu bei, dass meine Neugier auf dieses Land zunimmt und ich nehme die Einladung zum Roadtrip durch Israel freudig und mit gemischten Gefühlen an. Die Strecke führt mich 700 km durch das Land mit Start und Ende in Tel Aviv. Ich bin sehr gespannt, welcher Seite ich am Ende recht geben werde.

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Unvergessliche Reise durch Israel? Um ehrlich zu sein, die Kontrolle am Flughafen bringt mich nicht in Urlaubsstimmung. Im Terminal, das etwas abseits liegt, stehen überall Polizisten mit Maschinengewehren herum. An Einzeltischen werden die Reisenden der Reihe nach vom Sicherheitspersonal befragt und offensichtlich passt der Dame irgendetwas nicht an mir, denn ich darf mitkommen und mein Koffer wird noch mal extra durchgewühlt.

Wer Genaueres über die Einreise nach und die Sicherheit in Israel wissen möchte, der kann das bei Beatrice von Reisezeilen nachlesen. Sie hat es in ihrem Artikel ganz genau aufgeschrieben.

Tel Aviv, Metropole am Meer

Vier Stunden später lande ich am Flughafen Ben Gurion und es wartet eine ewig lange Schlange an der Passkontrolle auf mich. Wer nach Israel reisen möchte, der sollte Geduld mitbringen. Dafür geht es dann vom Flughafen mit dem Taxi in nur 30 Minuten in die Innenstadt von Tel Aviv, günstiger ist es mit dem Bus, dem Zug oder dem Sammeltaxi.

Schnell einchecken, Koffer aufs Zimmer und an den Strand! Tel Aviv hat das Glück eine Metropole am Meer zu sein genauso wie Los Angeles, Rio, Barcelona. Das ist großartig! Dafür liebe ich diese Stadt schon jetzt.

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Obwohl es schon November ist, sind die Temperaturen sommerlich warm und viele baden noch im Meer. Ich laufe den Strand ein bisschen Auf und Ab und plötzlich ist Zeit für den Sonnenuntergang. Die Stimmung ist sehr entspannt. Ich will gar nicht mehr weg.

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Um diese Jahreszeit wird es früh dunkel, Zeit zum Essen gehen. In Tel Aviv gibt es viele gute Restaurants und die Küche ist abwechslungsreich und international. In dieser Nacht schlafe ich schlecht. Ob das an dem Vollmond liegt?

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Old Jaffa, Carmel Markt und die verpassten Bauhäuser.

Was gibt es in Tel Aviv zu sehen? Als Erstes natürlich den Strand, den habe ich ja gestern schon entdeckt. Läuft man die schicke Strandpromenade in Richtung Süden entlang, landet man automatisch in Old Jaffa, der Altstadt von Tel Aviv.

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Im Gegensatz zum modernen Tel Aviv, dass sich tatsächlich wie ein Mix aus LA und Rio anfühlt, ist Old Jaffa orientalischer. Oberhalb des Hafens bröckeln die Fassaden der alten Häuser. In den Gassen ist es sehr lebendig.

Händler haben ihre Geschäfte geöffnet, Saftläden bieten frisch gepresste Säfte an, Teppichhändler rollen ihre Ware auf dem Bürgersteig aus.

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Zum Hafen hin sind die alten Häuser und engen Gassen fein rausgeputzt mit kleinen Läden für das Kunsthandwerk. Alles ganz beschaulich und idyllisch. Unten am Hafen liegen die Fischerboote im Wasser und ein paar stylishe Restaurants warten auf die hippen Gäste.

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Nicht weit von der Altstadt entfernt liegt der Carmel Markt. Ein großer Markt für Lebensmittel, Klamotten und was man sonst so braucht. Bevor ich mich in die Gänge stürze, beobachte ich am Rande des Marktes einen Händler, der die Tauben füttert. Über ihm drängeln sich die Vögel auf dem Stromleitungen und ich muss spontan an den Film „Die Vögel“ von Alfred Hitchcock denken.

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Wie es ausssieht, lieben die Israelis Süßes. Aber auch die anderen Stände sind prall gefüllt und die Bretter biegen sich unter den Waren.

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Allein vom Hinsehen werde ich allerdings nicht satt und ich kaufe mir eine Falafel bei einem sehr netten Stand. Ich liebe das Gewühle auf dem Markt, die Gerüche, die fremden Dinge, die ich sehe. Märkte sind für mich das Herz einer Stadt, denn hier kommen alle zusammen, hier hat man Zeit für ein Pläuschchen.

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Als ich durch den Markt durch bin, steht die Sonne schon recht tief und stellt mich vor die alles entscheidenden Frage: Sonnenuntergang am Strand oder Bauhausarchitektur auf dem Rothschild-Boulevard? Ach ich schäme mich, denn statt Kultur zieht es mich an den Strand. Nach dem langen Spaziergang die Füße noch schnell ins Meer halten ist einfach zu verlockend. Morgen geht es weiter an den See Genezareth.

Mit mir unterwegs waren:

Unvergessliche Reise durch Israel, weitere Artikel:

Von Tel Aviv bis an den See Genezareth

Besuch in einem Kibbuz

Von den Golanhöhen ans Tote Meer und in die Wüste Negev

Endstation Jerusalem

Jerusalem

 

Text und Fotos: Britta Smyrak

Danke an das Staatliche Israelische Verkehrsbüro, das mich zu dieser Reise eingeladen hat.

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