Ilha da Culatra – die Insel, die keiner kennt

Ilha da Culatra die Insel, die keiner kennt

Ein Strand, ein Leuchtturm, eine paar Häuschen, keine Straßen, keine Autos, keine Hotels, das ist die Ilha da Culatra die Insel, die keiner kennt. Jeden Morgen fährt die Fähre von Olhão, einer hübschen kleinen Hafenstadt an der Algarve, in der Jamie Oliver ein Haus haben soll, zur Ilha da Culatra und keine Stunde später ist das Festland mit seinen Hotels, Bars und Shops Lichtjahre entfernt.

Die Zeit steht still auf der Ilha da Culatra

Der Sand knirscht unter meinen Flip Flops. Dicke Hummeln taumeln in der Mittagshitze von Blüte zu Blüte. Dass ich ihr Brummen so deutlich höre, sagt eigentlich schon alles. Um mich herum herrscht absolute Stille.

Die Zeit scheint still zu stehen. Ein Hund liegt dösend vor der Tür, die Wäsche flattert zum Trocknen im warmen Wind aus Afrika. Ich suche dringend einen Platz im Schatten. Schatten ist das Einzige, woran es auf der Ilha da Culatra mangelt.

Zwei Dörfer gibt es auf der Insel. Das gleichnamige Culatra liegt ungefähr in der Mitte und ganz im Westen befindet sich Farol. Insgesamt wohnen knapp 1000 Menschen hier, im Sommer mehr, im Winter weniger. Fast alle leben vom Fischfang.

Vom Bootsanleger in Farol führt ein Weg einmal quer über die Insel vorbei an den hübschen Häuschen mit ihren kleinen Vorgärten. Bis zur anderen Seite brauche ich ungefähr 15 Minuten, wenn ich trödele.

Hier am Strand steht die größte Attraktion, der Leuchtturm. Er ist von fast jeder Stelle der Insel zu sehen, heißt Santa Maria und ist der südlichste Leuchtturm der Ostalgarve, nicht zu verwechseln mit dem südlichsten Leuchtturm Europas am Cabo de São Vicente in der Nähe von Sagres.

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Mit Guilherme dem Leuchtturmwärter laufe ich die Wendeltreppe einmal hoch, dann wieder hinunter. Jeweils 220 Stufen, immer im Kreis, danach ist mir schwindelig. Aber es hat sich gelohnt, denn die die Aussicht auf die wunderbare Insel und den endlos langen Strand ist umwerfend.

  

Meine Knie sind weich wie Pudding, ich muss mich setzen. Mit einem Krächzen landet eine Möwe auf einer der wenige Laternen der Insel, direkt über mir. Ich schaue skeptisch nach oben, sie ignoriert mich. Wen interessieren schon die paar Touristen, die sich auf dieses Eiland verirren?

Infos zur Ilha da Culatra:

  • Ilha da Culatra: Die Insel gehört zu einer Gruppe von Sandbänken, die etwa 3 Kilometer südlich vor dem portugiesischen Festland im Naturschutzgebiet Parque Natural da Ria Formosa liegen.
  • Anreise: Man erreicht Culatra entweder mit der regelmäßig verkehrenden Fähre direkt vom Hafen des Fischerorts Olhão oder mit einem der ortsüblichen Wassertaxis für etwa 25€ pro Boot.
  • Restaurants: Ich habe zwei kleine Restaurants entdeckt. Der Fisch schmeckt ausgezeichnet und der Hauswein ist gut.
  • Unterkunft: Hotels sucht man vergeblich auf der Insel, wer rechtzeitig bucht ergattert vielleicht eine der wenigen Ferienwohnungen.
  • Tipp: Für einen Tagesausflug Proviant mitnehmen. Tagsüber baden gehen, die letzte Fähre verpassen und zum Sonnenuntergang auf der Insel bleiben. Später kann man mit dem Wassertaxi bequem zurück zum Festland fahren.

Text und Fotos: Britta Smyrak

Danke an Thomas Cook für die Entdeckung der Ilha da Culatra die Insel, die keiner kennt

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2 Kommentare

  • Romeo sagt:

    Scheint echt ein gemütlicher Ort zu sein – sieht man schon am faul herumliegenden Beagle 🙂

    • Hi Romeo,

      die Insel ist echt der Knaller. Ich bin immer wieder überrascht, was für vergessene Orte es in Europa gibt. Daneben gibt es noch die Ilha da Armona, ähnlich entspannt. Ich glaube die Kunst besteht darin, hier ein nettes Häuschen für die Ferien zu bekommen und dann einfach nichts tun. : ))

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