You got the look. Hippiemarkt Ibiza las Dalias.

Nach Kochen und Küken mache ich mich heute auf die Suche nach dem typischen Ibiza Look auf dem Hippiemarkt Ibiza las Dalias.

„… Be sure to wear some flowers in your hair … „

Es ist Samstag, die Sonne lacht und wir fahren zum Hippiemarkt Ibiza las Dalias. Genau wie Formentera zerrt auch Ibiza von seiner Hippievergangenheit. Überdacht von wucherndem Weinlaub drängelt man sich auf dem hübschen Markt von Stand zu Stand, macht zwischendurch Pause und setzt sich in eines der netten Cafés, isst oder trinkt etwas und schaut sich dabei die Leute an. Über den ganzen Markt wabert Musik und sorgt für die gute Stimmung. Klamotten, Schuhe, Blumen, Taschen, die Sachen sind insgesamt ganz hübsch und jeder findet hier alles, was für einen Hippiemädchen Strandurlaub auf Ibiza nötig ist, siehe Gesa von Lilies Diary.

Von der Hippiekultur zum Holismus

Nach so viel Nostalgie kehren wir wieder zurück in die Gegenwart, die auch nicht schlecht ist, schon gar nicht, wenn man ins elegante Landhotel Can Curreu fährt. Es befindet sich gleich in der Nähe vom Hippiemarkt Ibiza las Dalias und bietet neben sehr schönen Zimmern, mit Blick in die Orangenplantage, einen sehr verlockenden Außenpool, ein schönes Spa und ein sehr gutes Restaurant. Außerdem besteht die Möglichkeit, Ausritte auf den hoteleigenen Pferden zu machen, oder sich ein Boot zu chartern und die Küste langzufahren. Ich habe den Eindruck, das Hotel weiß, wie man seinen Urlaub stilvoll verbringen kann. Also wenn ich ein bisschen mehr Zeit hätte, hier könnte ich es aushalten.

Das Can Curreu ist genau wie das Atzaro ein Landhotel mit kleinem landwirtschaftlichen Betrieb und liegt nicht am Meer. Das ist einerseits schade, denn ich bin auf einer Insel und der totale Strandfetischist, andererseits ist es eine Oase, die ich kaum verlassen will. Und außerdem hindert mich ja niemand, ans Meer zu fahren, wenn ich Lust habe.

Von der Neuzeit ins Mittelalter: Eivissa

Wir haben das Glück, dass genau an diesem Wochenende das alljährliche Mittelalterfest in Eivissa, auch Ibiza Stadt genannt, gefeiert wird oder sollte ich lieber sagen das Unglück? Ich bin da etwas skeptisch, denn diese Welle das „Früher war alles besser und aufregender“ verbunden mit „Ich verkleide mich jetzt mal als Ritter und bin dann ganz authentisch“ hat mich bisher nicht so gepackt. Ich verstehe einfach nicht, warum auf irgendwelchen Dorffesten die Leute sich freiwillig Lederriemen um die Füße binden, sich in unbequeme Leibchen zwängen oder schwere Kettenhemden anziehen und so tun, als ob sie sich mit Morgenstern und Hellebarde gegenseitig massakrieren.

Aber ich bin jetzt auf keinem x-beliebigen Dorffest, sondern in Eivissa und stehe vor der besterhaltenen Stadtfestung des gesamten Mittelmeerraumes mit dicken Mauern aus dem 16. Jahrhundert. Also, ein bisschen mehr Ehrfurcht, wenn ich bitten darf. Übrigens wurde die Festung 1999 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Und wenn irgendwer ein halbwegs glaubwürdiges Mittelalterfest feiern darf dann die Ibizenker!

Ab ins Getümmel durch das Eingangstor, das Portal de ses Taules, original mit Zugbrücke, und rein in die Altstadt. Der Weg führt eine Art Rampe hoch auf einen kleinen Platz und die Menge schiebt mich weiter links hoch, Richtung Kathedrale. Da ich ungerne orientierungslos in der Masse untergehe, suche ich den Weg auf die Stadtmauer. Die ist nämlich so breit, dass ich auf ihr entlanglaufen kann und das mit einem tollen Blick, sowohl über die Stadt als auch über das Gewühle unter mir. Irgendwann tauche ich dann wieder ein in die Menge und bin doch ganz angetan, wer und was so alles unterwegs ist. Neben den obligatorischen Ess- und Krimskramsständen tauchen immer wieder kostümierte Menschen auf, mal balancierend auf einem riesigen Ball, mal mit Enten im Schlepptau, mal mit schaurigen Masken vor dem Gesicht. Das macht das Fest dann doch ganz interessant.

Enten_DSC_0584

Ich schraube mich weiter hoch bis zur Kathedrale und stelle fest, die Sonne will verschwinden. Halt, ich möchte ihr dabei zusehen, die Frage ist nur wo … Da wo Sonne ist, ist nix zum hinsetzen und da wo ein Café ist, ist keine Sonne. Verzwickte Lage. Aber wie sooft, das Glück ist mit den Dummen. Einmal noch um die Ecke gebogen und da ist es, ein kleines Restaurant, mit Kissen auf den Stufen und kleinen Tischen davor, perfekt.

Stadt_DSC_0588

Die Sonne gibt ihr Bestes und taucht die Gassen und die Stadt zu meinen Füßen in ein kitschig schönes Rosarot.

Fotos: Britta Smyrak

 

Vielen Dank an Maria und das Spanische Fremdenverkehrsamt für die Unterstützung der Reise und den Besuch vom Hippiemarkt Ibiza las Dalias. Meine Meinung und Begeisterung  bleiben davon unberührt.

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