Schwimmen über Berlin. Das Grand Hyatt Berlin.

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Wir sind zu früh. Das Zimmer ist noch nicht fertig und im Prinzip ist das kein Problem, aber heute sind 36° im Schatten und wir schmelzen.Die Dame am Empfang hat Mitleid mit uns und lädt uns ein, doch schon mal in den Pool und Spa Bereich auf dem Dach zu gehen. Sehr gute Idee. Wir nehmen die Schwimmsachen aus dem Koffer und nix wie hoch.

1. Stock, 2. Stock, 3. Stock, …

Lilia findet es besonders lustig, während der Fahrt nach oben im Fahrstuhl auf alle Knöpfe zu drücken. Ich kann darüber nur bedingt lachen, bis ich merke, dass das im Hyatt wie ein kleiner Museumsbesuch ist. Immer wenn die Tür sich öffnet, sehen wir ein neues Kunstwerk aus Kastanienholz, Metall oder Stein des koreanischen Künstlers Jaehyo Leen.

Hier oben ist die Welt noch in Ordnung

24° Wassertemperatur, Lilia springt sofort ins Wasser. Das kann dauern, bis sie da wieder rauskommt.

Die meisten Hotels verstecken ihren Pool im Keller. Das Hyatt macht diesen Fehler nicht. Das Spa mit Pool, Sauna und Massagen befindet sich auf dem Dach und dieser 360° Blick über die Dächer der Stadt ist großartig. Wenn das kein entspanntes Hotel für Familien in Berlin ist, dann weiss ich auch nicht!

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Ich lege mich derweil auf die Terrasse. Wir sind mitten in der Stadt, unter uns brummt der Verkehr und ich genieße ungestört in der Sonne. So ein Luxus ist kaum zu toppen und alleine dafür lohnt sich der Besuch.

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Neben dem großen Becken gibt es noch einen Whirlpool, aber der ist mir heute definitiv zu warm. Lilia findet der ist prima. Geöffnet ist der Pool von 6 Uhr bis 23 Uhr und jetzt kommt der Clou: Ich kann im Hyatt einen Schwimmlehrer buchen, der meinem Kind das Schwimmen beibringt. Das wäre doch auch mal eine Idee, ein Hotel für Familien in Berlin buchen und nebenbei das Seepferdchen machen. Wir bleiben noch ein bisschen im Pool und sehen der Sonne beim Untergehen zu.

Schwimmen macht hungrig

Ich habe vorsorglich einen Platz auf der Terrasse vom Restaurant Vox reserviert. Zur Einstimmung gibt es einen Cocktail für mich und einen für Lilia. Danach ordern wir Sushi. Lilia liebt Japanisches essen und da hat das Kindermenü leider keine Chance. Das Fischangebot im Hotel besteht ausschließlich aus frischem Fisch, der unter nachhaltigen Bedingungen und vorwiegend in Aquakulturen gezüchtet wurde. Das finde ich gut.

Schöne Zimmer für die gute Nacht

Nach dem Essen sind wir todmüde und freuen uns auf unser schönes Zimmer mit Blick auf den Potsdamer Platz. Nicht nur vor den Fahrstühlen, im ganzen Hotel und in den Zimmern hängt Kunst. Fotografien aus dem Bauhaus Archiv Berlin schmücken unsere Wände.

Was wir nicht haben, in den Suiten stehen dem Gast zusätzlich Yogamatten zur Verfügung und das Programm Yoga-Away. Vielleicht beim nächsten Mal. Insgesamt hat das Hyatt 326 Zimmer, und 16 Suiten. Es gibt außerdem  Zimmer mit Verbindungstür und Kinder bis 12 Jahren zahlen 50% auf das Essen und den Zimmerpreis. Für Ausflüge kann man im Hyatt Kindersitze für das Auto ausleihen. Es gibt kein Kinderprogramm, aber einen Babysitter damit die Eltern einen ungestörten Abend in der schönen Bar vom Vox verbringen können.

Schöne Spiele nicht nur für Kinder

Damit es nicht langweilig wird kann ich im Hyatt Spiele ausleihen oder gleich in die Tizian Lounge gehen. Dort stehen nämlich die wunderschönen Holzquader aus dunklem Buchenholz des Designers René Wesener und laden zum Halma, Mühle oder Schach spielen ein. Also eigentlich ist alles da für ein perfektes Hotel für Familien in Berlin.

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Und wer immer noch nicht genug gespielt hat, direkt gegenüber vom Grand Hyatt Hotel ist das Legoland.

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Das Buch zum Potsdamer Platz

Das Grand Hyatt steht am Potsdamer Platz. Das war mal der verkehrsreichste Platz Deutschlands. Danach eine Brache, zerschnitten von der Berliner Mauer, wo ich selbst in den 80er und 90er Jahren von einem Aussichtsturm die Grenze mit ihren Wachtposten sehen konnte. Jetzt ist es ein Stadtteil, der wieder aufgebaut und mit Leben gefüllt wurde. Zu diesem Ort passt für mich perfekt das Kinderbuch „Edwina Ermittelt in Berlin: Der Schatz des Priamos.“ Es ist ein anspruchsvolles, spannendes Buch, das die Geschichte Berlins lebendig macht und die Geschehnisse während des Nazi-Regimes anschaulich und kindgerecht nahe bringt. Wir haben es zusammengelesen und das ein oder andere musste ich Lilia erklären, aber sie fand es gut. Ich würde also sagen, zum Vorlesen für Kinder ab 9 Jahren und zum selber lesen ab 12 Jahren.

Frisch auf den Tisch

Gefrühstückt wird im Vox Restaurant. Alles was im Hyatt auf den Tisch kommt sind frische, regionale Produkte von lokalen Anbietern aus dem Berliner Umland. Kurze Transportwege, ökologisch und umweltschonend verarbeitet, das ist das Geheimnis der hervorragenden Küche. Das sieht nicht nur lecker aus, es schmeckt auch so.

Grüner Luxus

Das Grand Hyatt hat mit dem Global Environmental Training Program ein weltweites Programm zur Förderung des Umweltbewusstseins und der Nachhaltigkeit geschaffen. In den Hotels wurden dafür „Green Teams“ installiert, die bei der Umsetzung helfen. Schon bei der Planung des Hotels wurde auf gesundheits- und umweltgerechte Baustoffe geachtet und damit der Energieverbrauch und Schadstoffausstoß minimierte. Auf Weichmacher und lösungshaltige Materialien wird verzichtet und vorwiegend recyclebare und nachwachsende Rohstoffe verwendet, z.B. sind die Teppiche aus hochwertiger Naturfaser, die Fußböden aus Stein oder Holz. Es steckt also mehr hinter dieser modernen Fassade, als man denken mag.

Grüne Anfahrt

Das Grand Hyatt liegt in Laufweite zur U- und S-Bahn. Es ist also kein Problem vom Bahnhof Zoo mit der U2, vom Hauptbahnhof mit der S-Bahn oder noch besser mit dem Bus M41 zum Potsdamer Platz zu kommen. Auch vom Flughafen Schönefeld gelangt man mit dem Flughafen Express und Umsteigen am Alexander Platz in die U2 zum Potsdamer Platz. Und solange es Tegel noch gibt fährt der Flughafenbus X9 zum Zoo und von da aus mit der U2 zum Potsdamer Platz.

Adresse:

Grand Hyatt Berlin
Marlene-Dietrich-Platz 2

10785 Berlin

Tel: +49 30 2553 1234

www.berlin.grand.hyatt.com

 

Fotos: Britta und Lilia Smyrak

Danke an Kerstin Riedel und das Grand Hyatt Berlin, ohne sie wäre dieser Artikel nicht möglich gewesen.

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