Klein aber oho. Skiurlaub in Gitschberg Jochtal.

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Pünktlich im Herbst, was eigentlich schon viel zu spät ist, lautet bei uns die Frage: Wohin zum Skifahren mit Kind? Anfang Februar gibt es in Berlin und ein paar anderen nördlichen Bundesländern nämlich diese eine Woche Ferien, mit der man eigentlich nichts Gescheites anfangen kann, außer eben Ski zu fahren. Und so rollt sie, die Blechkarawane, jedes Jahr pünktlich und zur gleichen Zeit in den Süden und wir mitten drin. Mit allen Tricks wird dabei versucht an München vorbeizukommen, dem Stau zu entgehen, meist vergebens. Allein die Fahrt ist eigentlich schon ein Grund zu Hause zu bleiben und dann auch noch die Aussicht, quer durch Österreich zu fahren, vorbei an den großen Skigebieten, über den Brenner bis nach Südtirol, das grenzt doch an kompletten Wahnsinn. Muß das sein?

Ach, das ist die falsche Frage. Muss muss gar nichts, aber es lohnt sich! Vor allem, wenn man seinen Skiurlaub in Gitschberg Jochtal verbringt.

Alles andere als langweilig

51 Pistenkilometer bieten hier mehr als man denkt. An der Talstation in Vals muss ich mich entscheiden, ob ich hoch zum Valler Jöchl möchte und von dort weiter auf den 2.100 Meter hoch gelegenen Hinterberg und von dort zum Steinermandl oder eine etwas längere Gondelfahrt zum Gitsch mache. Beide Gebiete haben blaue, rote und schwarze Pisten, und wenn ich schwarze sage, dann meine ich auch schwarze, denn beim Blick den Hang hinunter von der Abfahrt Mitterling, mit einem Gefälle von 38° rutscht mir das Herz in die Hose!

Ich lasse das Wetter entscheiden. Ist es kälter, fahre ich zum Jochtal hoch, weil hier der Lift eine Haube hat, und ist es windstill und sonnig, dann nix wie rüber auf die andere Seite. Was beide Seiten bieten, ist der fantastische Panoramablick auf die umliegenden Gipfel und Täler.

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Entspannter Skiurlaub mit Kind in Gitschberg Jochtal

Das Schönste in diesem Skiurlaub in Gitschberg Jochtal: Die Pisten sind leer und breit und ich kann ohne zu bremsen in einem Stück runterfahren. Weit und breit kein Idiot, der mich schneidet oder über den Haufen fährt. Beim Lift muss ich so gut wie nie warten und ich bin eigentlich die ganze Zeit am Fahren. Nach zwei bis drei Stunden bin ich platt und brauche eine Pause. Dafür gibt es mehr als 20 gute Hütten hier oben, die wirklich superleckeres Essen haben und, ja ich muss es einfach sagen, verhältnismäßig günstig sind. Außerdem gibt es nur einen Schlepper und keinen Ziehweg. Das ist den Skifahrern zwar meist egal, aber Boarder wissen, wovon ich spreche.

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Man sieht sich

Ab und zu kreuzt meine Tochter mit ihrer Gruppe samt dem coolen Skilehrer Pauli meinen Weg. Das heißt, sie sausen in großen Schwüngen ungestört an mir vorbei und ich sehe, dass es allen riesigen Spaß macht. Auch meine Freunde, wir fahren seit Jahren mit zwei anderen Familien in den Urlaub, treffe ich immer wieder, mal am Lift mal auf der Hütte. Hier geht einfach niemand verloren.

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Unser Hotel, das Masl liegt keine zwei Kilometer von der Talstation entfernt am Ortseingang von Vals und direkt auf der anderen Straßenseite gibt es einen Schlepplift mit dem die ganze Gruppe morgens zu den Gondeln fährt, ohne dass irgendjemand sie mit dem Auto hinbringen muss. Das ist so entspannt.

Und weil das Preis-Leistungsverhältnis auch beim Skiverleih und der Skischule stimmt leisten sich zwei Väter für ein paar Stunden einen Privatskilehrer.

Ich überlege jetzt ernsthaft, ob ich im nächsten Jahr nicht doch komplett auf Ski umsteigen soll. Dann müßte ich nicht meine Ausrüstung mitschleppen, könnte, statt mit dem Auto zu fahren, mit dem Zug durchrauschen bis zum Bahnhof Franzensfeste und mich dort vom Hotel abholen lassen. Andererseits hat das Snowboardfahren hier mal wieder so richtig Spaß gemacht …

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Für Späteinsteiger, Anfänger und für Familien eignet sich dieses schöne Skigebiet besonders gut, aber die Cracks unter uns haben sich auch nicht beschwert, sondern genau wie wir schon mal fürs nächste Jahr reserviert. Und für alle, die nicht nur Skifahren wollen, bietet der Tourismusverein Gitschberg Jochtal ein umfassendes Wochenprogramm an mit Fackel- und Schneeschuhwanderungen, Flutlichtrodeln und Hüttenabenden um nur ein paar Dinge zu nennen.

Fotos: Britta Smyrak

Ich danke der Ski- und Almenregion Gitschberg-Jochtal für die Unterstützung meiner Reise.

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