Ibiza. Abenteuer + Natur = Paradies

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Warum in ein normales Auto steigen, wenn es den Méhari gibt? Bei meiner Entdeckungsreise auf Ibiza ist eindeutig der Weg das Ziel.

Meine Name ist Hari, Méhari

Spartanisch, luftig und mit guter Kurvenlage lässt der Méhari sofort das Herz höher schlagen. Natürlich würde so ein Auto auf deutschen Straßen niemals zugelassen werden und das sollte man auch bedenken, wenn man seine Kinder mitnimmt. Ich würde mir die Fahrt allerdings nicht entgehen lassen.

Aber lassen wir die Bedenken doch einfach mal zu Hause und genießen den Spaß. Über Stock und Stein und mit butterweicher Federung schaukeln wir über das Land, den Wind in den Haaren. So macht Autofahren richtig Spaß!

Das Paradies befindet sich auf Ibiza

Mit letztem Schwung biegen wir auf den Parkplatz vom Landhotel Atzaro ein. Bei dem Namen klingeln bei mir natürlich alle Glocken, denn gestern war ich bei der gleichnamigen Bar am Strand und die fand ich prima. Mal sehen, was das Hotel zu bieten hat. Ich gehe einen kleinen Weg entlang zur Rezeption und verliebe mich sofort in das Türmchen mit dem kleinen Balkon und der violetten Bougainvillea davor. Hier wohnt sicher die Rapunzel von Ibiza.

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Das Hotel verteilt sich auf mehrere kleine Gebäude in einem üppigen Garten, umgeben von Palmen und Blumen. Insgesamt erinnert mich die Anlage an Bali bzw. Asien. Der Lotus blüht im Teich, eine Buddhastatue liegt zu meinen Füßen und kleine Inseln mit Baldachin und Betten zum Liegen verteilen sich im Garten. Außerdem gibt es einen Pool und es fällt gar nicht auf, das das Hotel nicht am Meer liegt. Für mich besteht jetzt akute Gefahr hier zu bleiben und gar nicht weiter zu fahren.

Der Garten Eden liegt um die Ecke

Nach kurzer Erfrischungspause geht es weiter in unserem wilden Wagen zu einem ganz anderen Paradies, nämlich zur öko Finca Can Muson. Hier treffen wir Maria, die stolze Besitzerin. Als gelernte Innenarchitektin kam sie zum Ökohof wie die Jungfrau zum Kind. Eines Tages, erzählt Maria, lud sie ein Freund zu einem Workshop über ökologischen Landbau ein. Sie wollte anfangs nicht hingehen, was sollte sie dort auch. Aber dann nahm sie doch daran teil und die Menschen, die sie auf diesem Workshop kennenlernte, waren so ganz anders als die Städter.

Maria war sofort fasziniert von der Idee ihre kleine Finca, die schon lange im Familienbesitz war, zu einem Ökohof zu machen und das Land so zu bestellen, wie es früher gemacht wurde. Leben und arbeiten im Einklang mit der Natur, ohne Pestizide und mit einheimischen Pflanzen und Tieren, die robust sind und zum Land passen, das war Ihr Traum. Ansonsten hatte sie keine Ahnung.

Maria übergab ihre Geschäfte an ihre Tochter, verließ die Stadt und wagte 2008 den Sprung ins kalte Wasser. Natürlich hat sie anfangs viele Fehler gemacht, aber für sie ist es bis heute die beste Entscheidung, die sie je getroffen hat. Ich merke, das ich Maria ein bisschen beneide, denn den Mut zu haben, seinen Traum wahr zu machen, das ist doch das Beste, was man im Leben tun kann. Im Laufe der Jahre kam ihr die Idee, ihr gesammeltes Wissen weiterzugeben und heute kann man auf der Finca von Maria in Workshops lernen, wie man Ziegen melkt, Käse herstellt oder leckeres Brot backt. Maria erzählt mir, wie aufgeregt Kinder oft sind, wenn sie mal ein Küken in der Hand halten dürfen und den Herzschlag spüren.

Der Besuch der Finca lohnt sich auf jeden Fall, denn neben glücklichen Tieren kann ich hier auch sehr gut essen und alle Erzeugnisse der Finca im kleinen Hofladen kaufen. Manchmal verrät Maria auch, wie man den typisch ibizenkischen Kräuterlikör Hierbas Ibicencas herstellt. Aber vorsicht, erst zu Weihnachten trinken!

Der Himmel auf Erden

Von der Finca geht es zurück zum Hotel und so langsam neigt sich der Tag dem Ende zu. Vor dem Abendessen bleibt noch Zeit für einen kleinen Spaziergang an der Strandpromenade von Santa Eularia. Hier ist es so bunt und lebendig, wie ich es von spanischen Küstenstädten erwarte. Hotel reiht sich an Hotel, Restaurant an Restaurant und die Spanier flanieren rausgeputzt mit ihren Kindern durch die Straßen.

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Fast am Ende der Promenade liegt das letzte Ziel für den heutigen Abend, das Restaurant Somiart. Unter einem Baldachin, der einfach zu Ibiza gehört, platziere ich mich mit Blick auf das Wasser. Der Kellner ist unglaublich nett, das Essen hervorragend und beginnt die Show los.  An schwarzen Tüchern klettert eine weiße Gestalt hoch und zeigt eine Akrobatiknummer, die sich sehen lassen kann. Gefolgt von einem Feuerschlucker wird so selbst das Abendessen auf Ibiza zu einem Erlebnis. Aber Moment mal, das ist doch der Kellner von eben! Er ist ein Engel und ich bin jetzt endgültig im Himmel!

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Fotos: Britta Smyrak. Fotos Akrobat: Gesa Temmen

Vielen Dank an Maria und das Spanische Fremdenverkehrsamt für die Unterstützung der Reise. Meine Meinung und Begeisterung  bleiben davon unberührt.

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