Die besten Reiseblogs: Freibeuter Reisen

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5 Fragen an Nicole vom Blog Freibeuter Reisen

Da leben, wo andere Urlaub machen, wer möchte das nicht? Nicole vom Reiseblog Freibeuter Reisen hat es getan und ist von der Waterkant ans Mittelmeer, genauer gesagt von Hamburg nach Barcelona gezogen. Auf ihrem Blog finden sich viele Artikel über ihre neue Heimat Barcelona und die Costa Brava. Nicole liebt es auf ihren Reisen Menschen zu treffen und berichtet von diesen Begegnungen in anderen Ländern, die nicht selten beim Essen stattfinden. Denn nach ihrer Theorie lernt man andere Kulturen am Besten durch die Kochtöpfe kennen und verstehen. Ein guter Ansatz, wie ich finde und sehr mutig für eine Vegetarierin!

Wie lebt man in Barcelona?

Gut! Sehr gut sogar! Obwohl, wenn man es ganz genau nimmt, lebe ich ja nicht im Zentrum der Stadt. Ich habe zwar lange direkt am Hafen gearbeitet, wohne aber etwas außerhalb von Barcelona. Da ist es ruhiger, grüner und billiger. Und mit dem Zug oder dem Auto bin ich in einer halben Stunde auch wieder mitten im Trubel, wenn ich das will.

Im Vergleich zu Deutschland muss man sich hier schon warm anziehen.

Man ist nicht so weich gebettet und muss für alles mehr kämpfen. Vor allem auf dem Arbeitsmarkt geht es hart zu. Aber auch an Schule und Gesundheitswesen sollte man keine allzu großen Ansprüche stellen. Uns geht es gut damit. Wir haben das so gewählt und sind uns der Schwierigkeiten immer bewusst gewesen. Aber trotz Sonnenschein und Meer vor der Haustür ist es hier nicht alles so leicht, wie es aussieht, wenn man nur ein Wochenende vorbeikommt. Aber die Menschen hier leben damit und lassen sich nicht unterkriegen. Spanier und Katalanen sind Meister im Improvisieren und können auch aus blöden Situationen immer noch etwas Gutes zu machen. Das mag ich so an ihnen. Und das Essen ist hier natürlich auch richtig gut – wenn man weiß wo man hingehen muss, oder wo man die frischesten Zutaten zum selber kochen kaufen kann.

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Woher kam die Idee, in den Senegal zu reisen?

Die Idee in den Senegal zu reisen stammt eigentlich von einem Freund, der dort lebt. Er leitet dort eine kleine ONG, eine schnelle Eingreiftruppe für medizinische Notfälle sozusagen (ALIMA). Irgendwann während eines Gesprächs meinte er “Komm mich doch mal besuchen” und das habe ich gemacht. Ein für mich sehr überraschendes Land, das mir sehr gefallen hat und das ich sicher noch mal ausführlicher bereisen werde.

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Was lernst du beim Essen über andere Kulturen?

Beim Essen lernt man so viel! Allein wenn du an die unterschiedliche Art des Essens denkst, nicht einmal an die Gerichte selbst. Es gibt Länder, da mampft jeder für sich allein, andere, in denen sehr viel Wert auf das gemeinsame Einnehmen der Mahlzeiten gelegt wird. Manchmal gibt es viel Frittiertes oder Tiefkühlgerichte, weil niemand richtig selbst kochen kann. Oder du bist in einem Land, in dem selbst die Kleinsten schon bei der Zubereitung des Essens mithelfen. Dann ist da natürlich auch die Fleischlastigkeit der Gerichte. In Ost- und Nordeuropa ist man viel Fleisch mit schweren Soßen. In Asien gibt es sehr viel mehr Gerichte auf Gemüsebasis.

Auch einfach nur Brot ist so unterschiedlich in den einzelnen Ländern dieser Welt.

Meist gibt es wenn überhaupt eine einzige Sorte Weißbrot … über dieses Thema sollte ich vielleicht mal einen eigenen Artikel schreiben 🙂

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Schon mal am Tisch gesessen und gedacht das kann ich niemals essen?

Oh ja. Ich bin ja seit über dreißig Jahren gewohnt, kein Fleisch zu essen. Ich mag es nicht besonders und es fehlt mir auch kein bisschen. Ich muss es also nicht mit Tofuwurst oder so ersetzen. Wenn ich auf Reisen bin, versuche ich aber immer mich anzupassen. Außerdem bin ich von Geburt aus sehr neugierig. Das heißt also, dass ich in fernen Ländern, bei Einladungen zum Essen nicht um eine extra, fleischfreie Version der Mahlzeit bitte, sondern tapfer versuche, alles zu probieren. Meist geht es ganz gut. Ich finde Fleisch wie gesagt nicht lecker, aber mir wird auch nicht übel davon.

Ein einziges Mal ist es mir jedoch passiert, dass mir wirklich schlecht wurde.

Und das war auch noch hier in Spanien. Wir waren zum Essen eingeladen und es gab eine merkwürdig riechende Blutwurst. Mir war schon beim Geruch speiübel. Ich habe dann ein kleines Stückchen abgebissen und vorsichtig gekaut. Genau da hab ich gedacht, das kriege ich nie runter. Man hat es mir wohl deutlich angesehen, denn die Gastgeberin hat mich ziemlich schnell von dem Teller befreit. Es war mir sehr, sehr unangenehm, aber es ging einfach nicht.

Bratwurst Frankfurt Freibeuter reisen

Wie würde deine Weltreise aussehen?

Eine Weltreise! Oh ich würde möglichst lange an den verschiedenen Orten bleiben, einen Monat mindestens. Wo es nur irgendwie möglich ist, würde ich gern tauchen. Aber mehrmals, so lange, bis ich die schönsten Tauchspots gefunden habe. Stationen die bei einer Weltreise unbedingt dabei sein müssten wären Namibia, Tansania und Sansibar, Kambodscha, Malaysia, Bali, Borneo und Indonesien. Dann würde meine Route wieder nördlich nach China und Japan führen.

Einen Hüpfer über die ganzen pazifischen Inseln von Papua Neuguinea bis zur Isla del Coco muss ich auch machen.

Von dort aus ginge es dann weiter nach Kolumbien, Ecuador und Paraguay. Von Südamerika aus dann nördlich nach Surinam und auf ein paar der Karibikinseln, die ich unbedingt sehen will. Weiter ginge es Richtung Westen. Sankt Petersburg, Russland, Kasachstan, Turkmenistan, Pakistan, Oman, Jordanien, den Jemen und ein paar andere “östliche” Landschaften würde ich mir auch noch ansehen, bevor es wieder nach Hause geht. Ach das wäre schön. Aber dafür müsste ich wohl im Lotto gewinnen. Und ich würde mehrere Jahre Zeit brauchen! haha 🙂 Eine abgespeckte Version würde aber auch reichen. Für den Anfang.

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Danke Nicole für deine Antworten. Freibeuter Reisen ist für mich bester Reiseblog für Barcelona, die Costa Brava und vieles mehr.

1 Kommentar

  • David sagt:

    Eine schöne Vorstellung eines noch schöneren Reise-Blogs. Zugegebener Maßen kannte ich Freibeuter-Reisen noch nicht, kommt aber definitiv auf meine Lese-Liste. Danke!

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